Glockenspiel wieder in Salzburg
21. September 2009
Die 35 Glocken des Glockenspiels sind wieder in Salzburg. Zu hören sie sind ab Juli 2010, denn jetzt wird das Schlagwerk restauriert.
"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit!", sagte einst Karl Valentin. Doch wer fragt nach der Arbeit, wenn es sich um ein Wahrzeichen und weitum hörbares Kunstwerk wie das Salzburger Glockenspiel handelt?
Seit Dienstag werden die 35 Glocken zurück in den Turm der neuen Residenz gehängt. 360.000 Euro kostet die Restaurierung. 120.000 Euro bringt die Burghauptmannschaft und damit der Bund auf. Je 120.000 Euro steuern Stadt und Land Salzburg über das Budget des Salzburg Museums bei. Das ist viel Geld. Wobei – ein unmoralisches Angebot aus Holland stieß dennoch keine Sekunde auf Gegenliebe.
Erich Marx, Direktor des Salzburg Museums: "Ein Unternehmen aus den Niederlanden bot an, in die Mitte des Turms ein elektronisches Schlagwerk zu stellen und die Glocken bloß als Zierde hängen zu lassen. Das hätte nur ein Drittel gekostet." Das Angebot wurde dankend abgelehnt.
Die Salzburger und ihre Gäste müssen sich freilich noch bis Juli 2010 in Geduld fassen. Erst dann wird das Glockenspiel wieder zu hören sein. So lange dauert nämlich die Restaurierung des nun nach Wien transportierten Schlagwerks.
Nach über 300 Jahren war eine umfassende Restaurierung notwendig geworden. Auf Glocken und Schlagwerk hatte sich über die Jahrhunderte eine veritable Schmutzschicht gelegt.
Die Restaurierung nahm die Fachwerkstatt der Wiener Metallrestauratorin Elisabeth Krebs vor. Mit viel Liebe zum Detail und unter Aufsicht des Bundesdenkmalamts.
© SN/SW
Quelle: www.salzburg.com
