Haus der Natur: Umbau wird ständig teurer
29. September 2009
Die Kostensteigerung beim Haus der Natur nimmt kein Ende. Stadt und Land müssen schon wieder zusätzliches Geld bereitstellen.
Schlechte Nachrichten für die Finanzreferenten von Stadt und Land Salzburg, Bgm. Heinz Schaden (SPÖ) und LH-Stv. David Brenner (SPÖ). Während sie an Sparpaketen basteln, um die Defizite in ihren Budgets halbwegs in den Griff zu bekommen, werden sie für den Umbau des Hauses der Natur erneut deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen müssen als geplant.
Beim bereits abgeschlossenen Umbau des beliebten naturhistorischen Museums, der von Stadt und Land gemeinsam finanziert wird, sind die Kosten weiter gestiegen, und zwar auf knapp 17,4 Millionen Euro.
Auf den Weg war die Sanierung und der Ausbau des Hauses der Natur noch von den früheren Mitgliedern der Landes- und der Stadtregierung gebracht worden. Die ersten Kostenschätzungen, die den Politikern damals für den Umbau des Hauses der Natur und die Erweiterung in die Räume des alten Carolino Augusteum genannt wurden, lagen bei sechs Millionen Euro. Bereits als die Planer ihre Projekte einreichten, stiegen die Kosten auf 9,5 Millionen Euro.
Von sechs auf 17 Mill. Euro
Daraufhin wurde der Umbau ausgeschrieben. Es kam der nächste Schock: Denn dann waren für den Umbau plötzlich 14,8 Millionen Euro notwendig. Zusätzlich wurde eine Reserve von zehn Prozent der Gesamtkosten vorgesehen.
Nicht einmal das reichte. Nun sind 17, 4 Millionen Euro notwendig, die Stadt und Land aufbringen müssen. Abgewickelt wird das Projekt von der Salzburger Immobilien Gesellschaft (SIG), einem Unternehmen der Stadt Salzburg. Deren Begründung für die immer immer höher werdenden Kosten: So sei der Bauzustandes der alten Gebäudes des Salzburg Museums in einem deutlich schlechteren Zustand gewesen, als dies vor Beginn des äußerst komplizierten Umbaus anzunehmen gewesen sei. Erst nachdem einige Gebäudeteile freigelegt worden seien, sei der schlechte Zustand sichtbar geworden, so seien Stahlträger zu gering dimensioniert und die Heizrohre verrottet gewesen. Behördenauflagen hätten zusätzliche Kosten verursacht.
© SN/SW
Quelle: www.salzburg.com
