Salzburger Festspiele fast ausverkauft
25. Juli 2007
Stadt Salzburg (SN, APA). Zwei Tage vor Beginn der 87. Salzburger Festspiele sind viele der insgesamt 180 Vorstellungen ausverkauft. "Über 90 Prozent der 220.000 verfügbaren Karten sind vergeben", zog der kaufmännische Direktor des Festivals, Gerbert Schwaighofer, im Gespräch mit der APA eine erste Bilanz.
Zu den gefragtesten Aufführungen gehört traditionell der "Jedermann". Bis jetzt sind die Vorstellungen dreifach überbucht, berichtete Schwaighofer. Die Überarbeitung der Inszenierung durch Regisseur Christian Stückl, Marie Bäumer und zahlreiche Neubesetzungen haben die Nachfrage nach der seit sechs Jahren laufenden Regiearbeit erneut angekurbelt.
Seit Wochen ausverkauft ist auch der"Sommernachtstraum". Für die anderen Stücke aus dem Schauspielbereich gibt es vereinzelt noch Karten.
Bei den Opern gehören "Der Freischütz", "Eugen Onegin" und "Die Hochzeit des Figaro" zu den Favoriten des Publikums. Schwaighofer freut, dass aber auch die weniger bekannten Opern wie "Armida" und "Benvenuto Cellini" beim Kartenvorverkauf weit über den Erwartungen liegen.
Im Konzertbereich waren die Auftritte von Anna Netrebko sowie das gemeinsame Konzert von Placido Domingo und Rolando Villazon besonders gefragt. Weil man aus akustischen Gründen ihren Auftritt vom Dom in das "Haus für Mozart" verlegt hat, konnten zusätzliche Tickets aufgelegt werden - allerdings haben auch diese längst schon ihre Abnehmer gefunden. Fast schon traditionell ausverkauft sind die Konzerte der Wiener und Berliner Philharmoniker und der Mozart-Matineen.
Der Kartenverkauf - rund 23 Mio. Euro - macht etwa die Hälfte der Mittel der Salzburger Festspiele aus. Sie verfügen über ein Budget von 47 Mio. Euro. Die öffentliche Hand steuert etwa ein Viertel zum Budget bei. Je zehn Prozent kommen von Sponsoren und sonstigen Einnahmen (Koproduktionen, TV-Verträgen oder Programmverkäufe), fünf Prozent steuert der "Verein der Freunde der Festspiele" bei. Der Anteil der öffentlichen Hand sei vor fünf Jahren noch bei einem Drittel gelegen, fordert Schwaighofer für das Budget 2009 eine Erhöhung der Subventionen von Bund, Land und Stadt.
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Quelle: www.salzburg.com
