Salzburger Handel profitierte vom Feiertagsgeschäft
08. Dezember 2008
"Von einer Konjunkturflaute oder einem Feiertag ist nichts zu merken. Die ganze Innenstadt ist jetzt schon ziemlich voll." So brachte es eine Salzburgerin bei einem Einkauf am Montagvormittag in der Salzburger Innenstadt auf den Punkt.
Vor allem viele Italiener, die in den vergangenen Jahren eher ausgeblieben waren, erledigten in den Shops in der Innenstadt viele Einkäufe. Einen regelrechten Run konnte Salzburgs größter Einkaufstempel, der Europark schon am Vormittag verzeichnen.
An der Autobahnausfahrt Kleßheim ging es bereits um 10 Uhr, als der Europark seine Pforten öffnete, nur im Schritttempo in Richtung der Parkplätze. Eine Stunde später waren alle freien Plätze belegt, die Ausweichparkplätze mussten herhalten. Von allgemeiner Vorweihnachts-Hektik spürte man allerdings nichts, die Einkaufswilligen bummelten trotz des Trubels gemütlich von einem Geschäft ins nächste.
Shoppen, Essen und Eislaufen im Europark
Brigitte Biberger, Marketingleiterin vom Europark, hatte die vielen Menschen schon erwartet: "Der 8. Dezember ist ein beliebter Einkaufstag und liegt heuer mit dem Montag sehr günstig. Die Gastronomie sperrte bei uns schon um 8 Uhr auf, die Leute freuten sich auf ein gutes Frühstück. Wir bieten außerdem einen schönen Adventmarkt und einen Eislaufplatz auf der Piazza an, damit die Kinder auch mal an die frische Luft kommen." Am Adventmarkt wurde unter anderem Kunsthandwerk und Leckeres aus eigener Erzeugung der Standler angeboten, eine Krippenausstellung vom Krippenbauverein Lofer stimmte neben dem großen Christbaum, der weihnachtlichen Dekoration und Musik so richtig auf das Fest ein.
Im Elektronikmarkt "Saturn" bot sich allerdings ein Bild, das so gar nicht mehr besinnlich war. Schlangen bildeten sich schon beim Eingang, in den Gängen stauten sich die Kunden. Geschäftsführer Michael Führlinger war um 11.00 Uhr schon sehr zufrieden: "Wenn es so weiterläuft, dann ist der heurige Feiertag bei weitem besser als letztes Jahr. Der November und die ersten Dezembertage liefen allerdings auch gut, wir merken nichts von einer Zurückhaltung beim Einkaufen. Das Center ist ja jetzt, eine Stunde nach dem Aufmachen, schon voll."
"Getreidegasse nicht mehr der Publikumsmagnet"
Ein anderes Bild zeigte sich hingegen in der Innenstadt. "Die Getreidegasse ist nicht mehr der Publikumsmagnet, wie sie es einmal war. Das richtige Weihnachtsgeschäft gibt es nicht mehr, die Menschen kaufen mehr Gutscheine und warten auf den Abverkauf nach Weihnachten. Aber es ist definitiv mehr los als an einem normalen Montag", so die Filialleiterin vom Textilgeschäft "Mango", Claudia Bruckmeier, zur APA.
Wirtschaftskammer zufrieden
Zufrieden zeigte sich auch die Salzburger Wirtschaftskammer mit dem zweiten langen Einkaufssamstag und dem 8. Dezember. Man werde die guten Umsätze des Vorjahres erreichen können, stellte Johann Peter Höflmaier, stellvertretender Geschäftsführer der Sparte Handel, im Gespräch mit der APA fest. Eine Tendenz zeichne sich jetzt schon ab: "Es gibt zwei Kategorien von Kunden: Die eine, die Waren der gehobenen Kategorie einkauft, wobei der Preis sekundär ist. Die andern sind auf der sparsamen Welle unterwegs." Aber zusammengerechnet ergebe sich ein zufriedenstellendes Ergebnis, so Höflmaier. Zwei Drittel der Geschäfte haben am 8. Dezember in Salzburg geöffnet gehabt. In der Stadt Salzburg sei der heimische Kunde am Vormittag unterwegs gewesen, um den Touristen-Rummel am Nachmittag auszuweichen, hieß es.
© SN/SW
Quelle: salzburg.com
