"Sound of Music" soll weitere Touristen anziehen

18. Juli 2007

Salzburg (SN, APA) Der in Salzburg spielende Hollywoodklassiker "Sound of Music", der außerhalb des deutschsprachigen Raumes Kultstatus genießt, lockt laut Landestourismus jährlich 300.000 Besucher in die Mozartstadt. Auf Grund dessen sendet mittlerweile ein Teil der Salzburger Hotels einen eigenen Fernsehkanal in die Zimmer, in dem ausschließlich das Musical läuft.
Bei der nächsten Tagung der Salzburger ÖHV im September wird dem Thema der Aufnahme eines solchen Kanals ein eigener Tagungsordnungspunkt gewidmet sein.

Manch kleinerer Hotelbetreiber hat noch nicht realisiert, welch hohen internationalen Stellenwert der Film aus dem Jahr 1965 genieße. Als Werbemittel für die Stadt Salzburg ist die filmische Umsetzung der Lebensgeschichte der singenden Familie Trapp eines der größten Mittel.
Während im deutschsprachigen Raum das Werk nur Liebhabern bekannt ist, gehört der Titel in den meisten übrigen Staaten zum fixen Klassikerrepertoire und ist laut Erhebung für 70 Prozent der Urlauber aus Übersee Hauptargument für die Reise nach Salzburg.

Abgesehen vom eigenen Fernsehkanal hat "Sound of Music" aber auch weitere Standbeine in Salzburg: Im Sternbräu gibt es zwischen Mai und Oktober regelmäßig die "Sound of Music Dinnershow", bei denen Sänger als Essensbegleitung die besten Nummern des Musicals zum Besten geben. Außerdem haben nahezu alle Unternehmen, die Stadtführungen anbieten, eine Original-Sound-of-Music-Tour im Angebot. Dabei werden die Fans samt musikalischer Begleitung vom Band an die Originalschauplätze des Films geführt, zu denen in der Mozartstadt nahezu alles gehört: So erklingt etwa im Mirabellgarten 'Do-Re-Mi', auf dem Residenzplatz "I have confidence in me" und in der Felsenreitschule wird der Ohrwurm "Edelweiß" abgespielt.

Angesichts des Booms bemüht sich auch ein Sound-of-Music-Verein darum, in Salzburg ein eigenes Museum für den Film einzurichten. Dessen Planungen werden vom zuständigen Tourismusreferenten und VP-Landeschef Wilfried Haslauer zwar unterstützt. Das Projekt zieht sich allerdings seit mehr als zwei Jahren. Im September könne man Konkreteres präsentieren, so der Vereinsvorsitzende Sebastian Schuster auf Nachfrage. Ein derzeit diskutierter Standort ist das Kloster Nonnberg - ein weiterer Originalschauplatz des Hollywoodklassiker.

Quelle: www.salzburg.com