Überlegungen eines Zentralkrankenhauses in Salzburg

03. Mai 2007

Salzburg (SN, APA) Die Salzburger Landeskliniken haben Überlegungen veröffentlicht, am bisherigen Standort des St.-Johanns-Spitals ein Zentralkrankenhaus zu errichten.
Dazu wurde ein Masterplan (Masterplans SALK 2020) erstellt, welcher bis 2020 umgesetzt werden soll und Kosten von 457,7 Mio. Euro vorsieht.
Das Landeskrankenhaus ist wegen seiner dezentralen Strukturen für seine langen Wege bekannt, alle Probleme wurden bisher isoliert gelöst. Allein 14 Operations- und 13 Intensivbereiche gibt es derzeit. Rund 280 Sanierungsmaßnahmen sind notwendig. Einerseits gibt es topmoderne Gebäude, andererseits veralterten Häuser. Nur ca. 30 Prozent der Bauten des St.-Johanns-Spitals befinden sich in gutem Zustand.
Vor drei Jahren wurde mit der Entwicklung eines Gesamtplanes begonnen. Aus drei vorliegenden Varianten habe man sich nun für diese entschieden.
Diese Variante führt zum besten Verhältnis zwischen den erforderlichen Investitionen und erzielbaren Betriebskosten. Sie garantiere Patientenfreundlichkeit und Effizienz in den wirtschaftlichen Abläufen.
In den kommenden 15 Jahren werden nun verschiedene Krankenhausbereiche zusammengefasst. Es entstehen ein Ambulanzzentrum sowie Schwerpunktbereiche wie Chirurgie, Onkologie, Eltern-Kind, "Kopffächer", Herz/Gefäß, Psychiatrie und Geriatrie. Der zentrale Eingang wird von Mülln in den nord-westlichen Teil des Areals zur Rudolf-Biebl-Straße im Stadtteil Aiglhof hin verlegt. Entlang den Bahngleisen ist auch noch Bauland für geplante Neubauten, z. B. der Pathologie und eines Labors, frei.
Die erste Stufe des Masterplans befindet sich derzeit schon in der Umsetzung. Bis 2010 werden rund 117 Mio. Euro in den Umbau der Inneren Medizin, rund 30 Mio. Euro in den Bau des Eltern-Kind-Zentrums und 40 bis 50 Mio. Euro in die Erneuerung der Orthopädie sowie in andere Bestandteile in den Neubaubereich investiert.
Dass die Christian-Doppler-Klinik (CDK) in Zukunft auf das Areal des St.-Johannes-Spital übersiedeln und somit in das Zentralkrankenhaus integriert wird, damit hat der ärztliche Leiter der CDK, Primar Gunther Ladurner, offenbar kein Problem. "Wenn das Strukturangebot gewährleistet ist, es ein fairer Prozess ist, der dem Patienten nutzt, und wenn wir mit unserer Identität übersiedeln, ist es kein Tabu-Thema." Eine gänzliche Verlegung der CDK ist erst nach dem Jahr 2020 geplant. Die Neurochirurgie und die Neurologie könnten schon früher integriert werden. Kommenden Montag wird der Masterplan im Arbeitsausschuss der Landesregierung mit Experten erläutert. Burgstaller hofft auf Zustimmung aller Landtagsparteien.

Quelle: www.salzburg.com