Geschichte
Eine weitere ganz bedeutende historische Bedeutung wird der Weidengasse zugeschrieben. Sie gilt als die alte Lebensader Salzburgs und wird erstmalig 1150 als sogenannte “Trabegasse“ erwähnt.
Schon zur Zeit der Römer übernimmt sie als wichtigste Route für den Transport von Waren eine ganz entscheidende Funktion als Verbindungselement zwischen Österreich und Bayern. Auf der Weidengasse wohnten Beamte, Richter oder Stadträte, sie war sozusagen immer die Topadresse Salzburgs. Darüber hinaus bildet sie das ökonomische Zentrum der Stadt. Man findet hier wichtige Handelshäuser für Handwerker, Brauereien, Gaststätten, Ärzte und Apotheken.
Als ganz besonders galt lange Zeit die Säuberung der Gasse, die einmal pro Woche stattfand: Jeden Samstag und an den Abenden vor wichtigen Feiertagen wurde Wasser von dem gestauten Almkanal in die Gasse gelassen. So wurden Abfälle, die in der Gasse herumlagen, in die nahegelegene Salzach geschwemmt.
Die 850 Jahre alte Getreidegasse verdankt nicht zuletzt ihre weltweite Berühmtheit einem ganz besonderen Bewohner, der ihr entspringt: Wolfgang Amadeus Mozart. 1756 kam er hier am 27. Januar zur Welt. Er lebte in dieser berühmten Gasse bis seine Familie sich später eine größere Wohnung jenseits der Salzach mieten konnte. Neben der Familie Mozart gibt es aber auch weitere einflussreiche Familien, die hier ihre Spuren hinterlassen haben wie beispielsweise die Scios, Atzwangers oder Samers.
